Immer mehr Männer sind für ein gleichberechtigtes Lebensmodell

Die vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Studie „Männer-Perspektiven – Auf dem Weg zu mehr Gleichstellung?“ macht deutlich: Es hat ein gesellschaftlicher Wandel stattgefunden. 82% der Männer sind der Überzeugung, dass in einer Partnerschaft beide berufstätig sein sollten.

Vor allem jüngere Männer finden das traditionelle Ernährermodell nicht mehr attraktiv. Eine Partnerschaft, in der Mann und Frau erwerbstätig sind und sich beide etwa gleich viel um Haushalt und Kinder kümmern, wollten 2007 33 % aller Männer ab 18 Jahren, 2015 bereits 42%. In der jungen Generation der unter 30-jährigen Männer ist heute schon die absolute Mehrheit von 53 % für diese gleichberechtigte Rollenverteilung in der Partnerschaft. Immer mehr Männer sind der Ansicht, dass Väter ihre Berufstätigkeit reduzieren sollten, solange die Kinder noch klein sind. Denn nicht mehr allein die Pflicht zur materiellen Existenzsicherung wird mit Vaterschaft verknüpft, sondern die Pflicht zu mehr persönlicher Zeit für Kind und Familie.

 

60 % aller Männer sind der Ansicht, dass sich Gleichstellungspolitik noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Männern befasst. Aus ihrer Sicht muss Gleichstellungspolitik gleichgewichtig die Gleichstellung von Frauen wie von Männern in den Blick nehmen. Die Mehrheit der Männer fordert eine aktive und offensive Gleichstellungspolitik mit dem Ziel der sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern in der Gesellschaft.

 

Die gesamte Studie „Männer-Perspektiven“ finden Sie hier