Frauen arbeiten viel häufiger unbezahlt als Männer

Das belegt eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Frauen im Erwerbsalter verwenden demnach 2,4-mal so viel Zeit für unbezahlte Fürsorgearbeit und das 1,6-fache für Hausarbeit im Vergleich zu Männern.

Noch deutlicher sind die Unterschiede bei erwerbstätigen Frauen und Männern in Paarhaushalten mit Kindern. Hier sind die Frauen überwiegend teilzeitbeschäftigt und schultern den größten Teil der Haus- und Fürsorgearbeit. 

Positive Auswirkungen zeigten sich hingegen bei Vätern, die eine Elternzeit nutzen. Rund ein Fünftel der Männer verringerte anschließend die eigene Arbeitszeit um bis zu 20 Prozent.

Die Autoren verweisen auf die erheblichen Auswirkungen auf das Einkommen, die beruflichen Chancen und die Alterssicherung von Frauen als Folgen der ungleichen Aufteilung von Haus- und Fürsorgearbeit. Ihr Fazit ist: „Gleichstellungspolitik sollte daher berufliche Gleichstellung von Frauen mit Anreizen für eine Umverteilung von unbezahlter Arbeit hin zu Männern verknüpfen und für beide Geschlechter bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Erwerbs-und Sorgearbeit schaffen.“

Die komplette Publikation "Wer leistet unbezahlte Arbeit?“ des WSI finden Sie hier