Bundesregierung beschließt 2.Gleichstellungsbericht

Das Bundeskabinett hat Ende Juni den 2. Gleichstellungsbericht beschlossen, der aus dem Gutachten einer Sachverständigenkommission, einer Stellungnahme der Bundesregierung zum Gutachten sowie der Bilanz zum Ersten Gleichstellungsbericht besteht.

Das Gutachten trägt den Titel „Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten“. Die Sachverständigenkommission empfiehlt darin, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit in Familie und Gesellschaft gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt werden kann. Hierzu wurde als neue Kennzahl der sogenannte Gender Care Gap entwickelt. Er macht deutlich, dass Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie aufwenden als Männer. Außerdem erzielen Frauen in ihrem Lebensverlauf deutlich weniger Einkommen. Die Sachverständigenkommission wertet dies als Zeichen ungleicher Verwirklichungschancen von Frauen und Männern. Das Gutachten macht auf der Basis wissenschaftlicher Befunde konkrete Vorschläge, wie Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter erzielt werden können.

In ihrer Stellungnahme zeigt die Bundesregierung künftige Schritte für mehr Gleichstellung auf. Sie kommt in ihrer Bilanz zu dem Ergebnis, dass wichtige Impulse aus dem 1. Gleichstellungsbericht mittlerweile verwirklicht sind, wie beispielsweise der Ausbau der Kinderbetreuung, das ElterngeldPlus sowie die Verbesserung der Familienpflegezeit. 

Den gesamten 2. Gleichstellungsbericht und weitere Informationen dazu finden Sie hier