Landessportbund

Die Zielsetzung

Die Gleichstellung von Mann und Frau soll in den Verbandsstrukturen des Landessportbundes realisiert werden. Ehren- und hauptamtlich tätige Personen sollen in die Lage versetzt werden, gleichstellungsrelevante Aspekte ihrer jeweiligen Tätigkeits- und Zuständigkeitsfelder zu erkennen und in ihr Handeln einzubeziehen.

Die Umsetzung

Der Landessportbund setzt sich seit Anfang 2001 mit Gender Mainstreaming auseinander. Er hat als erster Landessportbund in Deutschland 2002 Gender Mainstreaming in seiner Satzung verankert - zuletzt geändert 2007.

Dort heißt es in § 2 Abs. 2:

            "Der Landessportbund Rheinland-Pfalz fördert die Gleichstellung von Frauen 

            und Männern und steht mit gezielten Maßnahmen für die Beseitigung von 

            Nachteilen ein. Er verpflichtet sich, auf allen Ebenen die Strategie des Gender 

            Mainstreaming anzuwenden."

Die Geschäftsstelle des Landessportbundes hat 2003 in mehrstufigen Gender-Trainings Ansatzpunkte für die Implementierung der Geschlechter- und Gleichstellungsperspektive in der praktischen Arbeit entwickelt. 2004 wurde eine paritätisch besetzte Steuerungsgruppe als Präsidialkommission berufen mit dem Ziel, Gender Mainstreaming weiter umzusetzen.

Erste konkrete Schritte für die Praxis sind eine durchgehend geschlechtsspezifische Datenerhebung sowie die Entwicklung von Arbeitshilfen für die praktische Umsetzung von Gender Mainstreaming für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ehren- und Hauptamt.

Diese Maßnahmen werden im Rahmen einer Doppelstrategie durch gezielte Frauenförderung ergänzt. So forderte der Landesarbeitskreis "Frau im Sport" im Oktober 2005 in einem frauenpolitischen Positionspapier, das sich an Vereine, Fachverbände und Sportbünde sowie an den Landessportbund selbst wendete, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf allen Gebieten des Sports sowie die deutliche Erhöhung des Frauenanteils in ehrenamtlichen Führungsgremien wie Vorständen, Präsidien, Ausschüssen und Versammlungen.

Zusätzlich wird durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsbereichen die Auseinandersetzung mit Gender Mainstreaming verfestigt und in die Öffentlichkeit gerückt.

2007 wurde die Frauenvollversammlung als weiteres Gremium in der Satzung des Landessportbundes verankert und das Amt einer "Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung" eingeführt. Außerdem wurde in der Satzung geregelt, dass bei den entsendenden Organisationen zur Mitgliederversammlung ein Anteil von weiblichen Delegierten von mindestens 25% anzustreben ist.

Besonders engagierte Frauen im Sport zeichnet der Landessportbund Rheinland-Pfalz seit 2006 mit dem Gertalis-Schohs-Preis aus. Die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung soll den besonderen Einsatz für die Belange und die Gleichberechtigung der Frau im Sport sowie außergewöhnliche Leistungen würdigen. Der Preis wird einmal pro Jahr vergeben und trägt seit 2009 den Namen des LSB-Ehrenmitglieds Prof. Gertalis Schohs. Die ehemalige Vorsitzende des Turnverbandes Mittelrhein war von 1988 bis 2000 Vorsitzende des LSB-Arbeitskreises „Frauen und Gleichstellung“. 

Weitere Informationen zum Referat Frauen und Gleichstellung erhalten Sie auf der Website des Landessportbundes Rheinland-Pfalz.

Ansprechperson:

Kerstin Wehner

Landessportbund Rheinland-Pfalz e. V.

Rheinallee 1

55116 Mainz

Telefon: 06131 2814-116

Fax: 06131 2814-120

Modellprojekt "Gender Trainings - Bausteine für ein Management betrieblicher Gleichstellungspolitik"

Projekt der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und des Arbeitgeberverbandes Chemie Rheinland-Pfalz e. V. - durchgeführt von ISA CONSULT, Beratungsgesellschaft für Innovation, Strukturpolitik und Arbeit GmbH, Bochum

Die Zielsetzung:
Die Bedeutung von Gender Mainstreaming für die betriebliche Praxis sollte herausgearbeitet und konkrete Handlungsansätze für das jeweilige Unternehmen entwickelt werden.

Die Umsetzung:
Vom 1. März 2001 bis zum 31. Juli 2002 wurde in drei Betrieben der chemischen Industrie in Rheinland-Pfalz ein Modellprojekt zur Erprobung von Gender-Training für Führungskräfte aus Industriebetrieben durchgeführt. 
Teil des Projektes war die Erarbeitung eines Handlungsleitfadens, der gemeinsam von IG BCE und dem Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz e. V. herausgegeben und an interessierte Betriebe weitergeleitet wurde.

Das Modellprojekt wurde gefördert durch das damalige Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit sowie das damalige Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz.

Eine ausführliche Darstellung des Projektes bietet der Praxisbericht "Von guter Praxis lernen. Gender Mainstreaming in Betrieben der chemischen Industrie in Rheinland-Pfalz" .

Universität Mainz

Die Zielsetzung
An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurden zur Umsetzung von Gender Mainstreaming Strukturen aufgebaut und geeignete Verfahren eingeführt.

Die Umsetzung
Die Universität Mainz hat Gender Mainstreaming in das im Mai 2002 verabschiedete Akademische Leitbild der Universität aufgenommen und im Herbst 2003 im neuen Strategiekonzept "Forschung und Lehre an den Grenzen des Wissens" verankert.

Im Zusammenhang mit dem Neuen Steuerungsmodell (NSM) wurde im Zeitraum 2002 bis 2004 ein Projekt zum „Leitbild Gender Mainstreaming“ durchgeführt. Ziel war es, die Strategie im zentralen Leitbild der Universität zu verankern. Dazu wurden in ausgewählten Bereichen der Verwaltung verschiedene Handlungsschritte zur Umsetzung erprobt. Zum Überprüfen von genderrelevanten Aspekten wurden verschiedene Checklisten erarbeitet.
Nach Abschluss des Projektes begann an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die eigentliche Umsetzung von Gender Mainstreaming.

Weitere Informationen zum Projektverlauf sowie den Abschlussbericht zum Projekt finden Sie auf der Website der Universität Mainz.

Ansprechperson:

Dipl.-Päd. Silke Paul
Gleichstellungsbeauftragte der
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel: 06131 39-22988
Fax: 06131 39-25747 
frauenbuero(at)uni-mainz.de

 

 

 

 

Landeskriminalamt

Im Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz beschäftigt sich die interne Projektgruppe „Die Genders“ mit der Förderung der beruflichen Chancengleichheit von Frauen und Männern. In 2014 wurde die Wanderausstellung „Alles Gender oder was?“ im LKA gezeigt und eine Frauenkonferenz durchgeführt. Aus den Ergebnissen der Konferenz wurde die Selbstverpflichtung des LKA zur Gewährleistung von Chancengleichheit entwickelt. Die Herstellung von Chancengleichheit wurde auch in die Behördenziele aufgenommen. Die Projektgruppe entwickelt derzeit ein Maßnahmenkonzept zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern.